FAQ

Die meisten Antworten zu diesen Fragen sind eigentlich nicht besonders schwer auf dieser Homepage zu finden, doch die Erfahrung mit YouTube zeigt, dass das nicht viel hilft...

Und viele von den questions werden zwar bisher nicht besonders frequently asked, aber Vorbeugen schadet selten.

Fragen, die hier nicht beantwortet werden, gehen am besten per ask.fm an mich, alternativ auch ans E-Mail-Postfach oder ins Gästebuch. ABER 90 Prozent der Nachrichten, die ich bekomme, müsste ich nicht selbst beantworten, wenn der Fragensteller ein klein (!) bisschen recherchieren würde. Also bitte erst auf der Homepage umgucken oder bei irgendeiner x-beliebigen Suchmaschine googlen ;-)

 

FAQ für Fachfremde

Kann ich mich mit Anfragen für Dominoprojekte an dich wenden?

Prinzipiell schon, aber besser als bei mir als Einzelperson ist man da bei einem der Dominoteams aufgehoben, die solche Projekte in großem und professionellem Stil aufziehen:

Austrian Domino Art (bei Wien): www.domino.events

Sinners Domino Entertainment (bei Frankfurt / Main): www.sinnersdominoentertainment.com

Cologne Domino Team (Köln): www.cdt-group.com

TPT Domino (bei Stuttgart): www.tpt-domino.de

 

Wo kaufst du deine Dominosteine?

Das wird wirklich frequently asked.

Praktisch ganz Domino-Deutschland (und mittlerweile auch andere Länder) kauft seine Steine bei Maria Lamping. Diese hat über die Firma Lamping Werkzeug- und Maschinenbau die Möglichkeit, Dominos herzustellen und steht damit bisher deutschlandweit noch alleine da, weil so eine Steinepresse nicht gerade erschwinglich ist, wenn man eben nicht zufällig mit einer entsprechenden Firma zu tun hat. Per Mail an Maria-Lamping@web.de oder über Ebay kann man Steine in folgenden Farben bestellen: schwarz, grau, gold, orange, silber, gelb, hellblau, rot, türkis, blau, hellgrün, grün, rosa, rosa, elfenbein, lila, dunkel-violett, pink, braun, maisgelb, kupferfarben, weiß, ockergelb sowie durchsichtige Steine.

1000 Stück kosten innerhalb Deutschlands etwas mehr als 50 €. Wegen der ausgesprochen hohen Nachfrage kann, nachdem man das Geld überwiesen hat, schon mal eine Woche vergehen, bis man seine Steine erhält.

 

Was macht so Spaß daran, stundenlang Steine aufzubauen und sie dann in einer Minute umzuwerfen?

Es kann ein sehr cooles Gefühl sein, sich intensiv auf etwas zu konzentrieren - einfach mal selbst ausprobieren ;-)

Wenn das Bauen einfach nur nervige Arbeit wäre, würde das Hobby niemand betreiben. Bei einem Event ist es außerdem ein schönes Gruppengefühl, zusammen ein großes Projekt auf die Beine zu stellen.


Wie viele Steine hast du, wie lange machst du das schon, und wird das nicht langweilig?

  30 000, seit 1999 (mit damals sieben Jahren), nein. 

 

Wie lange dauert es, sowas aufzubauen?

Kommt drauf an, was "sowas" gerade ist.

Ich bin ein ziemlich langsamer Bauer, weil ich unerhört perfektionistisch bin; bei Projekten mit normalem Schwierigkeitsgrad baue ich zwischen 300 und 500 Steinen pro Stunde. Bei schwierigen können es aber auch nur 200 sein, bei Linien 1000.

Wenn wir bei CDT mit drei, vier Leuten Verbindungslinien bauen, kommen wir auf noch weitaus mehr Steine pro Viertelstunde. Man kann also absolut keine allgemeingültige Angabe machen, wie lange es dauert, "sowas aufzubauen".

 

Und das Aufräumen?

Dauert oft nicht so lange, wie es aussieht. Das unterscheidet sich aber stark danach, ob man die Steine noch nach Farben ordnen muss. Einfarbige Linien kriegt man mit ein paar Handgriffen weg, bei mehrfarbigen 3D-Gebilden muss man schon mal stundenlang sortieren.

 

Was machst du, wenn du aus Versehen etwas umwirfst?

Von vorne anfangen. Man lässt Lücken oder Sperren in einem Projekt, um zu verhindern, dass allzu viel auf einmal fallen kann, und außerdem kann man außer bei 3D-Projekten in aller Regel noch eingreifen. Eine Linie, die einem umfällt, schafft man in aller Regel nach höchstens einem Meter zu stoppen. (Domino-Szenen in Sitcoms oder Filmen sehen für Leute, die das Hobby betreiben, immer unfreiwillig komisch aus, weil sie zwangsläufig immer gleich aussehen: Jemand hat einen ganzen Raum mit Dominos vollgebaut, jemand Unbeteiligtes stößt irgendwo dran, und dann stehen alle wie zur Salzsäure erstarrt da und blicken den Steinen hinterher, die unaufhaltsam in Schrittgeschwindigkeit davonrasen.)

 

Hast du was mit dem Domino Day bei RTL zu tun?

Nein - außer, dass ich wie sehr viele Kollegen dadurch zu Domino gekommen bin, dass ich den Domino Day im Fernsehen gesehen habe und das mal selbst probieren wollte... leider konnte ich selbst nie dort mitmachen, weil ich erst 18 wurde, als es den Domino Day schon nicht mehr gab.

Indirekt hatte ich mit dem Domino Day zu tun, als 2009 ein Trick, den ich erfunden habe, im Domino Day verwendet wurde (wofür die Organisatoren mich angeschrieben hatten), was für mich eine ziemlich coole Sache war.

Über CDT durfte ich einen "Veteranen" des Dominos Days kennenlernen - Marcel Kamps, der ab 2000 (!) jedes Mal teilgenommen hat.

 

Verdienst du damit Geld?

Mit Domino an sich lässt sich über Werbeveranstaltungen oder Ähnliches durchaus Geld verdienen, ich als Einzelperson bin da aber nicht dran beteiligt und leite Aufträge in aller Regel an die entsprechenden Teams weiter. Mein bisher einziges Engagement war eine Szene in einem ARD-Fernsehspiel.

Auch Werbeeinnahmen auf YouTube sind für manche Kollegen eine ziemlich ordentliche Einnahmequelle, bei mir aber eher vernachlässigbar.

 

Gibt es Dominowettbewerbe?

Nein. Das heißt, 2009 gab es im Vorfeld des Domino Days die "1. Open Domino Championship", veranstaltet von den Organisatoren des Domino Days. Dabei traten immer zwei Teilnehmer gegeneinander an, und derjenige, der die meisten Steine in zwei Minuten aufbauen konnte, erreichte die nächste Runde. Aktueller "Weltmeister" ist demnach Jeroen de Meij. Aber erstens waren die meisten namhaften Dominobauer nicht mit von der Partie, zweitens bestand das "Aufbauen" der Steine im Auseinanderziehen von Stapeln, weil die Steine vorher schon senkrecht gestapelt werden durften. Und nach dem, was ich von Teilnehmern des Wettbewerbs gehört habe, verlief das Ganze ziemlich chaotisch, mit Regeländerungen während des Turniers und so weiter.

 

FAQ für andere Dominobauer / Sonstiges

Wie planst du deine Felder?

Am liebsten per Hand auf kariertem Papier - ich bin da sehr altmodisch, außerdem habe ich so am meisten Freiheiten. Handsetting-Projekte plane ich nur grob.

Manchmal geht das Planen von Hand natürlich nicht, zum Beispiel bei Portraits, das übersteigt einfach bei weitem meine zeichnerischen Fähigkeiten (Kunst war immer mein schlechtestes Schulfach). Dann greife ich meistens auf Paint und auf GIMP 2 zurück.

 

Kann ich dich was zur Sozialphobie oder den anderen persönlichen Themen hier fragen?

Zu diesen Dingen hab ich jetzt schon öfter Mails bekommen, bei denen fast immer anfangs vorsichtig nachgefragt wird, ob das jetzt hoffentlich nicht zu persönlich ist. Ist es nicht! Andernfalls würde ich es auch nicht auf meine Homepage stellen ;-) Auch gegen sehr lange Mails habe ich nichts, dafür wird sich auch gerne entschuldigt. Kann zwar ein bisschen dauern, bis ich antworte, aber das liegt eher daran, dass ich mir meistens das Thema erst mal ein bisschen durch den Kopf gehen lasse, statt spontan und vielleicht vorschnell etwas zu schreiben.

 

Wie viele Dominosteine braucht man, um "Ich liebe dich" zu bauen?

Das ist eine echte Google-Suchanfrage, über die jemand meine Homepage gefunden hat. xD

Weil das für die entsprechende Person sicherlich eine wichtige Frage sein könnte: 315!

 

WARUM HAST DU IMMER EINE MÜTZE AUF?

Um ein bisschen zu übertreiben: Kaum jemand, der mir bisher über den Weg gelaufen ist, hat mich das nie gefragt...

Deshalb hier meine ultimative Kopfbedeckungshistorie:

Alles begann mit einem Nordseeurlaub mit der Familie im Jahr 2004. In einem Lädchen auf der Insel Spiekeroog kaufte ich mir eine blau-gelbe Kappe.

Diese war einige Minuten lang der allererste Ursprung meines Mützenfetisches :D Dann tauschte meine Mutter sie mit mir gegen den beigefarbenen, weichen Sommerhut, den sie selbst gekauft hatte. Und dieses gute Stück begann ich bald so sehr zu mögen, dass ich es regelmäßig zu Familienausflügen trug, das wurde für mich zu einer kleinen Tradition.

Irgendwann geriet der Hut aber ein bisschen in Vergessenheit - und wurde ersetzt durch eine Mütze. Wie ich an die gekommen bin, weiß ich nicht mehr genau; auch wann ich sie anfing zu tragen, liegt auch in meiner Erinnerung im Dunkeln. Das erste Foto stammt von 2005.

Vermutlich ca. ab dem Herbst 2007 begann ich diese dunkelblaue, schlichte, runde Mütze regelmäßig zu tragen. Schon damals begannen bald die ersten Nachfragen, warum ich immer eine Mütze aufhätte?

Nicht zuletzt das war ein Grund, sie erst recht immer aufzubehalten - weil ich einfach die Ironie daran mag. Ansonsten fand ich auch einfach, dass so eine Mütze zu mir passt - andere Leute kleiden sich ja auch nicht zufällig so, wie sie sich kleiden. Oder wie schon der große Homer Simpson sagte: "Mein Frisur ist meine Persönlichkeit" :D

Jedenfalls musste ich mich also gegen Ende 2009 schweren Herzens von meiner Originalmütze trennen, weil sie einfach deutlich zu klein geworden und demzufolge in der Mitte schon aufgerissen war.

Nach äußerst sorgfältiger Suche, im Zuge derer ich viele Modegeschäfte in Saarbrücken betreten habe, die ich bei der Gelegenheit vermutlich zum einzigen Mal von innen gesehen habe, kaufte ich schließlich eine höchst stylische Mütze in eher hellem knallblau, verlor sie in der Umkleidekabine der Turnhalle nach dem Sportunterricht, wo sie später nicht mehr aufzufinden war, kaufte das gleiche Modell noch mal, fuhr mit der auf dem Kopf nach Berlin, besuchte den Bundestag und ließ die Mütze in der dortigen Garderobe hängen. :D

Da es offensichtlich mit dieser Mütze und mir nichts wurde, fand noch in Berlin die Suche nach einem anderen Nachfolger statt, und nach eingehender Überlegung kaufte ich schließlich meine heutige Mütze. Diese habe ich jetzt also seit dem Januar 2010 und trage sie so gut wie immer außer a) beim Schlafen b) beim Duschen c) im höchsten Hochsommer d) in Situationen, in denen es unhöflich wäre (Vorlesung, Kirche usw) und e) wenn sie mal in der Wäsche ist, was, unglaublich, aber wahr, tatsächlich vorkommt.

Ich finde es auf gewisse Weise einfach sehr, sehr lustig, dass Leute eine Mütze auf dem Kopf offenbar so merkwürdig finden, dass sie danach fragen, und trage sie gerade deshalb. Ich bin ein Theatermensch ;-)